mit Stefan Nászay und Toto Hölters • Regie: Toto Hölters
• Bitte beachten Sie die Hinweise für Ihren Besuch!
Eintritt:
Vorverkauf: 20 € / 16 € erm.
Abendkasse: 22 € / 18 € erm.
inkl. Gebühren
Ermäßigten Eintritt gewähren wir Schüler*innen, Teilnehmer*innen an FSJ und BFD, Student*innen bis zum 30. Lebensjahr sowie bei einer Schwerbehinderung ab 70%. Der entsprechende Nachweis ist an der Abendkasse vorzulegen.
Termine
PREMIERE
Sa. 28.02.26 • 20 Uhr | AUSVERKAUFT
Fr. 06.03.26 • 20 Uhr
Sa. 07.03.26 • 20 Uhr
Fr. 20.03.26 • 20 Uhr
Fr. 27.03.26 • 20 Uhr | Tickets
Fr. 17.04.26 • 20 Uhr | Tickets
So. 26.04.26 • 18 Uhr | Tickets
Teaser
Saalplan

Der Saalplan „DER BAU“ umfasst 46 ebenerdige Plätze in neun Reihen. Die Sitzplätze sind in vier Blöcken (Nord, Ost, Süd und West) um die zentrale Spielfläche herum angeordnet.
Dauer: ca. 50 Minuten, keine Pause
Textbearbeitung: Stefan Nászay
Produktion: Kammertheater "Der Kleine Bühnenboden" in Kooperation mit den Künstlern
Ein namenloses Wesen hat sich ein unterirdisches Labyrinth geschaffen – sicher, perfekt und doch von Angst durchzogen. Während es obsessiv seinen Bau kontrolliert, wächst die Unsicherheit: Was, wenn etwas eindringt?
Toto Hölters und Stefan Nászay verkörpern die widersprüchlichen Facetten einer Figur, die zugleich Opfer und Architekt ihrer Angst ist. Zwischen Reflexion und Instinkt, Klarheit und Wahn entsteht ein physisches Duell gegen das eigene Denken – und gegen das, was draußen lauert.
Der Bühnenraum wird zum unfertigen Bau: offen, verwinkelt, voller Schatten. Geräusche, Atem, Tropfen und Bruchstücke von Klang lassen das Unsichtbare präsent werden. Licht enthüllt Bedrohung; Dunkelheit gebiert Fantasie. Das Publikum sitzt mitten im Labyrinth, umgeben von Gängen, Möglichkeiten – und Gefahren.
DER BAU trifft den Nerv unserer Zeit: Wie viel Sicherheit verträgt Freiheit?
Was passiert, wenn Schutz zum Gefängnis wird?
Ein 50-minütiges Theatererlebnis – intensiv, atmosphärisch, direkt unter die Haut.
Pressefotos:
Fotos: Hanno Endres
Die Presse schreibt:
01.03.2026: Theater jenseits der Komfortzone
Intensive Inszenierung von DER BAU im Kleinen Bühnenboden / WN, 01.03.2026
Von Robin Gerke
Die Bühnenfassung von Franz Kafkas paranoider Häuslebauer-Erzählung ist etwas für versierte Theatergänger und solche, die keine Wohlfühl-Unterhaltung erwarten. Diese werden mit einem Erlebnis belohnt, das dem Text mehr als gerecht wird.
Ein Podest, mehrere Stapel Pizzakartons, dicht umringt von Stühlen, auf denen sich das Publikum zwangsläufig gegenüber sitzt. Im abgedunkelten Kleinen Bühnenboden fühlt man sich tatsächlich wie in einem unterirdischen Labyrinth. Nicht das komfortabelste Setting, aber das ist der Bühnenfassung von Franz Kafkas „Der Bau“ durchaus angemessen.
„Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohlgelungen.“ Daraufhin schaufeln sich Toto Hölters und Stefan Nászay (von dem auch die Textfassung stammt) erst mal eine Pizza rein. Beide spielen die gleiche Rolle: ein nicht näher bestimmtes Tier, das sich eine unterirdische Trutzburg angelegt hat.
Schweißtreibende Intensität
Was es nicht davon abhält, in paranoidem Wahn nach vermeintlichen Eindringlingen zu lauschen, seine Vorräte mal hier, mal dorthin zu schleppen oder zwischendurch die Sicherheit des Baus zu verlassen, nur um kurz darauf wieder gehetzt hineinzustürmen.
All das spielt das Duo in schweißtreibender Intensität (tatsächlich wird es irgendwann ziemlich warm im Zuschauerraum), die auch dem Publikum einiges abverlangt. Durch die Sitzordnung kann man gar nicht anders, als die beklommene Mimik der Zuschauer mitzuverfolgen. Immerhin verlässt nur eine Zuschauerin den Raum.
Nein, Wohlfühl-Theater ist das nicht. Aber es wird dem Text auf bestechende Weise gerecht. Das weiß auch das Publikum anzuerkennen. Das Licht geht an, die Mundwinkel gehen nach oben und das Schauspiel-Duo erhält lang anhaltenden, verdienten Applaus.
Publikumsstimmen
folgen
Plakat
Über den Autor
Franz Kafka (1883–1924) gilt als einer der prägenden Schriftsteller der Moderne. In seinen oft düster-präzisen Texten verbindet er Alltagsrealität mit Traumlogik, Bürokratie mit existenzieller Bedrohung. Figuren geraten bei ihm in labyrinthische Systeme, die sie weder verstehen noch kontrollieren können – ein literarisches Markenzeichen, das in DER BAU besonders eindringlich sichtbar wird.
Eine Produktion des
Kammertheaters Der Kleine Bühnenboden
mit freundlicher Unterstützung des
Kulturamts der Stadt Münster


