Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

von Rainer Maria Rilke
Mit Hapé Schreiberhuber

Der Cornet, ein Fahnenträger, stirbt in der Schlacht von 1663. Rilke beschreibt den 18-jährigen Soldaten und seinen sinnlosen Opfertod. Er beschreibt seine Sehnsucht - er würde sich gern den sinnlichen Lebensfreuden hingeben - ordnet sich aber in seiner Naivität, als Ausdruck seiner Ursprünglichkeit, dem System Macht und Krieg unter.

Als Tragödie konzipiert Rilke 27 Szenen - wie Trostlosigkeit eines militärischen Feldzuges oder Entzauberung von Empfinden und Lebenslust. Der Cornet ist für Schreiberhuber eine Anti-Kriegs-Dichtung des 24-Jährigen Dichters (geschrieben 1899 in der Urfassung), der die Schrecken des Krieges zeichnet und doch auch Hoffnung im Text nährt: „Was geschieht, ist gut.“

Hapé Schreiberhuber studierte Kunst in Barcelona, Dresden und Linz. Er lebt als freier Künstler in Steyr Oberösterreich (www.schlossatelier.at) und beschäftigt sich seit 1996 spartenübergreifend mit Musik, Theater und Malerei. Als Gründer des Styraburg Festivals 2007 findet sein Engagement für Kunst und Kultur und seine Liebe zur Bühne Ausdruck - neben Kammermusik, Jazz, Performances, Lesungen und im Mitwirken zahlreicher Theaterinszenierungen mit namhaften Schauspielern.

25.02.2012 | 20.30 Uhr | Eintritt: 15,- / 11,- (erm.) 

Zurück